7 Responses

  1. Linder

    Die Analyse ist teilw. treffend, aber teilw. tendenziös. Vor allem aber fehlt der Hinweis, dass die Sozialdemokratie nicht von denjenigen geleitet werden, welche von der Arbeiterklasse her kommen, sondern vom effektiven neuen Mittelstand geführt werden, also so, wie es einst schon bei der russischen Revolution war. Man redet von den einfachen Menschen, die man vertritt, und weiss selber nicht mal, wie diese Menschen leben. Ziemlich abgehoben, im linken Schicki-Micki Milieu trifft man sich zum literarischen, philosophischen Diskurs, eben: Dem Mittelstand. Längst hat man sich die gutbezahlten Jobs beim Staat unter den Nagel gerissen, zu Ansätzen, welche man für diese Leistung nirgens sonst kriegen würde in der realen Arbeitswelt. Doch, doch, das ist effektiv. Effektiver wie mancher Vertreter der Finanzindustrie es machen würde.

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  2. regina

    Ich habe Verständnis für den Eindruck, die SP sei eine Schicki-Micki-Partei. Schliesslich wurde das Image sehr lange nicht zurechtgerückt…
    Um ein differenzierteres Bild zu ermöglichen, würde ich Ihnen/Dir sehr gerne die kleine Zeitschrift “SP-BüezerInne” – selbstverständlich kostenlos! – zusenden, wenn Sie mir Ihre Adresse anvertrauen würden. Ich würde diese selbstverständich ausschliesslich dafür verwenden! Ihre Adresse können Sie mir diskret über http://www.reginarahmen.ch – Kontakt hinterlassen.
    regina (Co-Präsidentin SP-Büezer Basel, NR-Kandidatin und Büezerin ;-))

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  3. Linder

    Hallo Linder

    Ich verstehe deine Ansichten. Ich bin zwar bekennendes SP Mitglied aber habe auh schon gegen die “cüplisozis” geflucht. Man darf aber die Wurzeln der SP als Arbeiterpartei nicht vergessen. Und auch heute gibt es noch viele Leute die Mitglied oder Wähler der SP sind, die weder Hochschul- noch Uni Abschluss haben.

    Die Politik der SP kann gerade in der Sozialpolitik sehr viele normale ArbeitnehmerInnen mobilisieten.

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  4. Real Linder

    Das mag schon sein, dass man die SP als soziale Kraft wahr nimmt, die für die unteren Schichten Politik macht. Tatsache ist aber auch, dass diese Schichten nur noch bedingt SP wählen, und offenbar in der SVP ihre Interessen eher wahr genommen sehen.
    Die SP hat mit der EU-Politik z.B. eine klare Mittelstandspolitik gemacht für Leute, deren Einkommen nicht der Erosion frei gesetzt werden, und damit eine Politik gemacht, die gegen die Interessen der einfachen Leute gerichtet sind. So ist das und so wird dies auch gesehen. Man schaue doch die Löhne in Deutschland an, unserem Nachbarn. Wir haben hier die höchsten Mindestgehälter in Westeuropa, und das ist auch gut so; Wir sollten dies auch nicht aufs Spiel setzen mit ideologisch motivierten Sichtweisen von internationalistischer Träumerei.

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  5. kim88

    Soweit ich weiss haben wir noch keine gesetzlich geregelte Mindeslöhne in der Schweiz (mal abgesehen fürs Putzpersonal die 17.05 die Stunde bekommen müssen) und bitte sag mir jetzt nicht, dass das ein guter Lohn ist oO

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  6. regina

    Dass die EU zur reinen Wirtschaftsunion verkommen ist, betrübt mich auch sehr.
    Wünschenswert wäre eine Globalisierung der Menschen und die Regionalisierung der Wirtschaft. Da würden wohl die meisten sozialen und ökologischen Probleme gelöst sein.
    Dass auch die SP in der EU-Frage gespalten ist, dürfte eigentlich seit dem medial-berüchtigten Parteitag im Oktober 2010 auch kein Geheimnis mehr sein :-)!
    So oder so ist und bleibt die SP die einzige konsequente soziale Kraft im Land. Die Breite der Partei – es gibt eben bei weitem nicht nur Cüplisozialisten ;-)! – und ihre Vielschichtigkeit ist ihre ganz besondere Stärke: für alle, nicht für wenige!

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  7. Real Linder

    Mit der gewerkschaftlichen Unlogik, und der Blindheit, anzuerkennen, dass Detailhandelsgehälter von 3’400.- für ungelernte Angestellte (und Pensionskasse im Leistungsprimat) erst mal im Markt generiert werden müssen mit den Produkten, wird die SP keine Zuwächse mehr bei Wahlen erreichen. Und das ist gut so, es gibt Alternativen wie die Grünliberalen. Da fehlt dann einfach der gesamtwirtschaftliche Durchblick.

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