4 Responses

  1. regina

    Wenn ich denn mit Mitte Fünfzig arbeitslos werde und mich keiner mehr einstellen will aufgrund meines fortgeschrittenen Alters, nach 2 Jahren ALK und mehreren Wiedereingliederungsmassnahmen auf dem Sozialamt lande, werde ich mich auch nicht mehr darauf verlassen können, mit 65 endlich eine mickrige AHV-Rente zu erhalten.
    Weil irgend ein Jung-oder AltSVPler, der seine politische Karriere mit weiteren Angriffen auf unsere Sozialwerke gekrönt hat, mir sagen wird, dass ich ja länger hätte arbeiten können! Und als 90jährige Langzeitarbeitslose, die irgendwo in einer Suppenküche Schlange steht, werde ich mir dann wohl darüber Gedanken machen, was denn bloss schiefgelaufen sei :-)!
    Willkommen im Team, Namtam! :-) :-) :-)

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  2. regina

    So ganz persönlich habe ich den Eindruck, dass die Welt voll von Arbeit sei, die zu wenig Menschen verrichten wollen, weil sie nicht bezahlt werden kann….
    Es ist die Erwerbsarbeit, die immer knapper wird.
    Deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dass mir langweilig werden würde, nach meiner Pension…falls ich die denn erlebe.
    Wer sich natürlich als Mensch nur ernstgenommen fühlen kann, wenn er/sie für sein Engagement bezahlt wird….möchte wohl gerne bis 100 arbeiten und jungen Menschen die Arbeitsplätze wegnehmen!
    Von dieser Wertung ausgeschlossen sind Menschen, die dank der neoliberalen Umerziehungserfolge gar keinen Anspruch mehr auf überlebenssichernde Renten geltend machen :-)

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  3. Namtam

    Nunja, ich frage mich, ob es damit zusammenhängt, dass die Arbeit nicht bezahlt werden kann, oder ob wir Menschen keinen Finger rühren, wenn sie nicht bezahlt wird..

    Nichtsdestotrotz: wer beispielsweise mit Leib und Seele gerne lehrt und dies auch gut macht, da er begeistert von seinem Metier und Fach ist, darf trotzdem ab 65 nicht mehr lehren. Darf nicht, von Gesetzes wegen. Wieso soll er aber nicht weiter dürfen, insbesondere, wenn er sehr kompetent ist und der Lehrermangel sowieso stets ein Thema ist? Es ist einfach zu sagen, dass diese Menschen sich nur ernstgenommen fühlen können, wenn sie für ein Engagement bezahlt werden. Vereinsarbeit oder Freiwilligenarbeit ist ehrenamtlich, ja. Aber für viele ganz und gar keine Berufung. Wer aber seiner Berufung folgt und sein grösstes Hobby oder seine grösste Leidenschaft zum Beruf macht, steht mit 65 Jahren meist mit leeren Händen da. Das sind dann die Ausgangssituationen für Altersdepression und Beziehungskrisen, da die Partnerin häufig auch nicht unbedingt mit der Arbeitslosigkeit des Partners zurechtkommt.

    Und nicht zuletzt: die Privatwirtschaft sorgt schon dafür, dass die älteren Menschen ihre Arbeit verlieren und stets Junge nachrücken, da mach dir mal keine Sorgen…

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