5 Responses

  1. Dominique

    Naja, ich finde, dass nicht nur die Gratiszeitungen am “Sterben” anderer Zeitungen schuld sind, sondern auch einfach unsere Zeit! es ist doch so, dass manch einer (ob am Arbeitsplatz in der Pause oder zu Hause sei dahingestellt) eine Zeitung aufruft oder seine News, die ihn/sie interessieren, halt auf einer anderen Internetseite beziehen. Ich gebe dir recht, wenn du sagst, dass die Zeitungen die Leute verdummen. Leider lesen aber auch die meisten den Blick (ich manchmal in der Pause als Zeitfüller, zu was anderem taugt dieses “Blatt” nichts), weil er in einer verständlichen Sprache geschrieben ist und Bilder hat. Ich würde nie auf die Idee kommen, die NZZ zu lesen, zu langfädig und vorallem zu kompliziert. Es wären Zeitungen gefragt, die sachlich, mit gut recherchierten Berichten und Bildern über die echten Probleme (welche das sind, liegt im Auge des Betrachters) dieser Welt berichten. Und nicht 4 Seiten über den Kachelmann-Prozess! Meine Meinung dazu.

    VA:F [1.9.13_1145]
    Rating: +1 (from 1 vote)
  2. tom

    Ich sehe das ähnlich wie Dominique. Grundsätzlich stimme ich Regina auch zu. Ich bin zum Beispiel Abonnent der SonntagsZeitung, des SonntagsBlick, der Weltwoche und des Tagis. Also querbeet durch alle Gesinnungen (nur die NZZ fehlt noch). Aber ich muss sagen, das ich den Tagi meist nur verwende um im Winter das Cheminée anzufeuern. Nicht, weil der Inhalt schlecht ist, sondern weil es nicht reicht, ihn “schnell mal” am Feierabend zu lesen. Da kann das Web auftrumpfen. Schnell, spontan, eingedampft auf das Wesentliche. Am Sonntag habe ich dann mehr Zeit. Dort kommt die SonntagsZeitung zum Zug. Gemütlich stundenlang auf dem Sofa liegen und lesen. Der SonntagsBlick ist in 10 Minuten gelesen und wechselt die Hand zu meiner Freundin.

    Mein Fazit: Am Weekend, darf die Zeitung ruhig dick sein und ausführlich Geschrieben. Unter der Woche muss es aber knackig, auf das Wesentliche konzentriert sein.

    Danke für den tollen Beitrag!

    VN:F [1.9.13_1145]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  3. regina

    Dominique und Tom, Ihr habt natürlich recht! Wer möchte denn schon ernsthaft auf News aus den Netz verzichten? Dass diese Newsportale nahezu alle aus derselben Küche beliefert werden, schmälert ihren Wert als alltägliche Kurznewsquelle wenig. Vertiefte Analysen erwartet man eher von Tages- und Wochenzeitungen. Für alle Infoquellen gilt:

    - Macht hat, wer entscheidet, was eine Nachricht wird!!!
    - Macht hat, wer entscheidet, wo und wie gut sichtbar ein Artikel platziert wird. Wert des Inhalts und Platzierung stehen oft in einem krassen Missverhältnis. Headliner über Nonsens und Relevantes in drei Sätzen auf 4×4 cm in der Mitte des Blattes, wo es niemand wahrnimmt.
    - Macht hat, wer entscheidet, aus welcher Perspektive ein Ereignis beleuchtet wird.

    Uns muss bewusst bleiben, dass wir diesen und anderen Manipulationen zunehmend massloser ausgeliefert sind. Deshalb müssen wir kritisch bleiben, bei dem, was wir serviert bekommen!!! Unsere Wahrnehmung und unsere Denkweise kann beeinflusst werden – nicht nur durch die Massenmedien, sondern auch durch die Kommunikationskunst grosser Firmen, Konzerne, interessengebundener Parteien und nicht zuletzt unserer Arbeitgeber.

    VA:F [1.9.13_1145]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  4. christian

    zur Volksverdummung — von Georg Schramm
    http://www.youtube.com/watch?v=jitdvJ5U3I4

    Ich hatte mir schon einige Male Gedanken über die Gratispresse gemacht
    - die Macht der Kontrolle / Meinungsbildung die sie repräsentiert
    - die Macht welcher ihr durch die Leserschaft gegeben wird
    - die Radikalisierung welche sie durch oberflächliche Stimmungsmache generiert

    und wie die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht werden kann ..

    VA:F [1.9.13_1145]
    Rating: +1 (from 1 vote)
  5. tom

    Hoi Regina

    logisch, das ist so. Vor allem der Punkt mit der “Küche” finde ich extrem interessant. Vor allem die Tamedia ist hier ja glänzendes Beispiel:

    Tagi, SonntagsZeitung, 20minuten, Tagblatt Stadt Zürich, Finanz und Wirtschaft, Thurgauer Zeitung, Annabelle, Schweizer Familie, TVTäglich plus die ganze Espace Media Gruppe (Berner Zeitung, Thuner Tagblatt, Berner Oberländer, etc), Tele Züri und Radio 24 und die Edipresse.

    Da schafft es also ein einziger Konzern fast die ganze Schweiz mit ihren Hauseigenen Medien zu umspannen. Und durch die gute Verteilung der Medienzielgruppe, erreicht Tamedia wohl fast jeden Bürger. Egal ob wirtschaftsinteressiert, oder ein Mami welches die Schweizerfamilie list, sogar der Junior welcher interessiert das Fernsehheftli durchblättert unterliegt den journalistischen Ergüssen der Tamedia Schreiberlinge.

    Was aber führt zu diesem Erfolg der Tamedia? Sind es nicht genau wir, die Leser, die, welche diesen Mist im Abonnement bezahlen?

    Gruss, tom

    VN:F [1.9.13_1145]
    Rating: +1 (from 1 vote)

Leave a Reply